Erster Alleinflug am 14. Geburtstag

Am 14.07.18 hatte ich Geburtstag, dass hieß für mich, dass ich allein fliegen könnte und es ist auch der Tag auf den ich mehrere Wochen gewartet habe. Morgens feierte ich meinen Geburtstag und danach brach ich zum Flugplatz auf. Als ich ankam, hatte ich schon die Befürchtung, dass heute kein Flugzeug die Halle verlassen wird. Wir waren leider nur fünf Leute. Es war dann genauso wie ich es befürchtet hatte und ich bin nach zwei Stunden wieder nach Hause gefahren. So konnte ich mein Vorhaben an dem Tag nicht erfüllen und hoffte auf den nächsten Flugtag.

Am nächsten Morgen, dem 15.07.18, hatte ich mir das Wetter und den Fluglehrerplan angesehen. Das Wetter war gut, aber es war nur ein Fluglehrer eingetragen. So fuhr ich zum Flugplatz mit der Hoffnung, dass ein zweiter Fluglehrer zufällig am Platz sei und auch noch den Überprüfungsstart mit mir machen könnte. Am Flugplatz angekommen, sah ich direkt Günter und Heinrich, die beide Fluglehrer sind. Mario, der als Fluglehrer eingetragen war, musste ja auch noch kommen. Wir räumten wie immer die Halle aus und zogen die Flugzeuge an der Start. Zuerst flog ein anderer Flugschüler, aber dann war ich an der Reihe. Ich wusste, dass wenn ich jetzt einen gravierenden Fehler machen würde, es garnicht zu dem Überprüfungsstart kommen würde. Es ging alles gut und ich hatte die Ask-21 sicher gelandet. Nach der Landung meinte Mario zu mir, dass er jetzt zu Heinrich geht und ihm sagt, dass er noch ein Start mit mir machen soll und wenn alles passt mich allein fliegen lassen soll. So schoben wir die Maschine zurück und ich stieg ein zweites Mal ein. Jetzt war ich ziemlich nervös. Der Start war gut und der Teil in der Luft auch. Bei der Landung war ich etwas zu hoch und hätte im Gegenanflug etwas weiter raus fliegen sollen. Heinrich griff ein und ich hoffte, dass ich noch eine zweite Chance bekommen würde. So haben wir das Flugzeug wieder zurückgezogen. Ich dachte dann, dass Heinrich noch einen Start mit mir machen würde. Als er dann aber seine volle Kaffeetasse mit zum Flugzeug nahm, wurde mir die Situation etwas suspekt. Ich dachte eigentlich, dass Heinrich hinten einsteigt. So machte ich mich fertig und er verschnallte während dessen die Gurte am hinteren Sitz, dass ich aber erst später merkte. Plötzlich begriff ich die Situation. Heinrich hörte mir noch bei meinem Check zu. Dann machte ich die Haube zu und war auf mich allein gestellt. Ich war noch sehr ruhig, ruhiger als ich dachte. Das Seil war eingeklinkt und ich wartete und wartete, aber es passierte nichts und die Aufregung wurde größer. Als das Seil straff war, konzentrierte ich mich nur noch auf den Flug. Der Start war so wie immer. Als ich dann in der Luft mein normales Horizontbild wiederherstellte, war ich deutlich zu langsam. So passte ich mein Horizontbild an und flog meine Kreise. Bei 200 m ging ich zur Position und es war alles normal. Nach dem Abfangen merkte ich, dass die Maschine viel länger aus schwebte. Dann brachte ich das Flugzeug zum Stehen, machte die Haube auf und blieb sitzen bis die anderen kamen. Nachdem ich das Erlebte etwas verdaut hatte, freute ich mich sehr und wartete darauf, dass ich vielleicht noch zweites und drittes Mal allein fliegen durfte. Das trat zum Glück auch ein und ich absolvierte diese Flüge auch noch, um meine A-Prüfung zu bestehen.

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